Leipzig aktuell

MODERN ODER HISTORISTISCH?
Streit um eine Kaufhausfassade _________________________

Die Diskussion um die Zukunft der "Blechbüchse", eines ehem. Kaufhauses am Brühl von 1908, beschäftigt auch die überregionale Presse. 

In seinem Artikel vom 2. Juni 2010 (Dornröschen und viel Blech) in DIE ZEIT, geht Erich Loest auf die Hintergründe der Architekturdisskussion um Bewahrung, Abriss oder Modernisierung des Gebäudes ein. "Wer sich eine Weile in diesen Gefilden umtut, kennt seine Pappenheimer, Freunde und Widersacher auswendig [...]", schreibt Loest leicht resigniert.
Die Diskussion um alte und neue Architektur, um das Bewahren von prägnanten DDR-Bauten wie der "Blechbüchse", das Rekonstruieren historischer Fassaden und die Integration unterschiedlicher Baustile zu einem neuen Ganzen hat nicht nur ästhetische Ursachen. Dahinter stehen auch politische und soziale Motive, die pragmatische städtebauliche Entscheidungen beeinflussen und emotionalisieren.


alt oder neu? Kontraste am Leipziger Brühl
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Vielleicht hilft ein Blick nach Dresden. In der Prager Straße stand die Dresdner "Blechbüchse", das Centrum Warenhaus, mit einer charakterisitischen Fassade aus Aluminumwaben. Auch hier war der Abriss mit Protesten verbunden. Der Architekt Peter Kulka, in Dresden u.a. mit dem Umbau des Residenzschlosses betraut, entwickelte eine eigenwillige Symbiose aus sozialistischer Alluminium- und moderner Glasverkleidung.
neu und alt: die Centrum Galerie in Dresden
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moderen Architektur in Leipzig

Die Blechbüchse
Der Brühl
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